Warum Augenvorsorge auf die Checkliste fürs neue Schuljahr gehört

Busse und U-Bahnen sind wieder voll, es herrscht Gedränge in den Schreibwarenläden, neue Stundenpläne, Fächer und Herausforderungen stehen bevor: Die Schule hat wieder begonnen.

Kinder, Eltern und Lehrkräfte bewegen nun viele Fragen: Wer wird neuer Klassenlehrer oder neue Klassenlehrerin? Wie viele lange Nachmittage gibt es? Wer unterrichtet die Klasse in Mathe? Eine Frage, die – bisher zumindest – meist nicht dazu gehört: Wie gut kann das Kind sehen? „Warum Augenvorsorge auf die Checkliste fürs neue Schuljahr gehört“ weiterlesen

Endlich Schule! Doch nur wer gut sieht, kann auch gut lernen

Vor dem ersten Schultag ist die To-Do Liste lang: Ranzen, Stifte, Hefte, Schultüte – alles erledigt.  Das Wichtigste kann da leicht vergessen werden: Gesundes Sehen.

Denn nur wer korrekt und gut sieht, kann auch gut lernen. Eine Fehlsichtigkeit im Alltag kann leicht übersehen werden, denn es gibt keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome. Eltern fällt es oft schwer die Fehlsichtigkeit im Alltag zu erkennen, und auch die Kinder bemerken ihre Einschränkungen nicht – sie haben keine Vergleichsmöglichkeit. In der Schule werden Kinder mit neuen Aufgaben und Anforderungen konfrontiert, die ungewohnt für sie sind.  Falls das Kind fehlsichtig ist, muss es sich übermäßig anstrengen. Das Lernen fällt ihm dadurch schwerer und es verliert womöglich die Lust am Lernen.

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Endlich Schule! Doch sind auch die Augen bereit dafür?

Plusoptix bereit für den Schulanfang? pixabay-schulanfang-klassenzimmer-e1507285388891_

Emily hat sich seit Wochen auf diesen Tag gefreut. Ihre Mutter hat ihr extra für heute ein neues Kleid gekauft und stolz trägt Emily ihre bunte Schultüte und den neuen Ranzen: es ist ihr erster Schultag.

 

Emily sitzt mit zwanzig anderen Kindern in einem Klassenzimmer. Die Lehrerin hat ein Ratespiel vorbereitet. Sie zeigt den Kindern Ausschnitte von Bildern und die Kinder müssen raten, was auf ihnen ist. Emily rät jedes Mal falsch.

Einige Monate später…

Emily hat keinen Spaß mehr am Unterricht. Auf dem Schulweg trödelt sie und im Unterricht schaut sie aus dem Fenster oder kritzelt in ihren Heften herum. Sie meldet sich nur selten. Im Sportunterricht steht Emily am Rand und schafft es nicht den Ball zu fangen, den ihr ihre Klassenkameradin zugeworfen hat. In der Pause sitzt sie alleine auf einer Bank statt mit den anderen Kindern Fangen zu spielen. Sie will nicht, dass sie wieder lachen, wenn sie über etwas stolpert. Emily beschwert sich häufig über Kopfschmerzen und kann sich nicht lange konzentrieren. Ihre Lehrerin hält sie für verträumt und ungeschickt. Aber: Was ist wirklich los mit ihr?

Eine Augenuntersuchung ergab: Emily hatte eine unerkannte Sehstörung.

Emily steht stellvertretend für einige Kinder. Für viele von ihnen ist vor ein paar Wochen die Schule losgegangen und selbst in einem modernen Land wie Deutschland sind Kinder wie Emily kein Einzelfall. Bei einem von fünf Kindern bestehen Risikofaktoren, die ohne Behandlung zu einer Schwachsichtigkeit führen.[1] Obwohl jedes Kind kurz vor Schuleintritt an einem Sehtest im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung teilnimmt, und auch in den U-Untersuchung ein Visustest vorgenommen wird, leiden nachweislich noch viele der Kinder unter einer unerkannten Sehstörung. Außerdem können auch nach der Schuleingangsuntersuchung während des Wachstums neue Sehstörungen auftreten.      „Endlich Schule! Doch sind auch die Augen bereit dafür?“ weiterlesen