Frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen

Gutes Sehen ist entscheidend für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Doch rund 60 % der Sehschwächen werden bei Kindern zu spät erkannt. Eine verspätete Behandlung kann zu einer lebenslangen Sehschwäche führen, die auch mit einer Sehhilfe nicht ausgeglichen werden kann. Doch wie können Sehstörungen frühzeitig erkannt werden?

Also, wie können Sehstörungen frühzeitig erkannt werden? Nur durch eine rechtzeitige Augenvorsorge können Sehstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das Amblyopiescreening ist vor allem die Refraktionsmessung wichtig. Dadurch kann schon bei Säuglingen festgestellt werden, ob sich die Augen altersgerecht entwickeln.

Rund 20 % aller Säuglinge haben Risikofaktoren, die zu einer lebenslangen Schwachsichtigkeit führen können, falls es nicht zu einer frühzeitigen Behandlung kommt. Im Gegensatz: Eine frühzeitige Routineuntersuchung der Augen reduziert das Risiko einer Amblyopie um 50 %.

Heute leiden immer noch 5,6 % aller Erwachsenen an einer Amblyopie (Schwachsichtigkeit).  Das liegt daran, dass Fehlsichtigkeit in der Kindheit nicht erkannt wurde oder zu spät behandelt worden ist.

Die meisten Sehstörungen könnten vermieden werden

Diese Zahlen sind besonders schockierend, wenn man bedenkt, dass 80 % aller Sehbehinderungen weltweit mit einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung vermieden werden könnten. „Vermeiden“ bedeutet, dass viele der Betroffenen nur deshalb eine Sehbehinderung haben, weil sie Vorsorgemöglichkeiten nicht wahrgenommen haben oder weil ihnen der Zugang zur medizinischen Vorsorge und Behandlung gefehlt hat.

Durch eine frühzeitige und regelmäßige Augenvorsorge könnten Sehstörungen aber viel früher und vor allem rechtzeitig erkannt werden

Es kann schon im Säuglingsalter festgestellt werden ob sich die Augen altersgerecht entwickeln

Was ist eine Amblyopie?

Amblyopie wird auch als „Lazy Eye“ Störung oder als „Schwachsichtigkeit“ bezeichnet. Sie entsteht hauptsächlich durch eine zu spät erkannte und nicht rechtzeitig korrigierte Sehstörung in den ersten Lebensjahren oder durch Schielen.

Sieht ein Kind zum Beispiel auf einem Auge schlechter als auf dem anderen, dann wird das Gehirn die Bilder des gesunden Auges bevorzugen und die vom schlechten Auge nach und nach ausblenden. Folglich verläuft der Lernprozess fehlerhaft und das Kind kann seine volle Sehkraft nie erreichen.

Wie kann die Entwicklung einer Amblyopie frühzeitig erkannt und vermieden werden?

Trotz des beim Kinderarzt  durchgeführten Visustests sind immer noch 5,6 % der Erwachsenen in Deutschland amblyop (schwachsichtig). Diese hohe Anzahl an Menschen, die an einer Amblyopie leiden, könnte durch die neue, modernere Technik reduziert werden.

Doch wieso reichen die bisherigen Augenvorsorge-Untersuchungen nicht aus?

Visustest kann Amblyopie nur erkennen

Bei den U-Untersuchungen bekannten Visustest werden dem getesteten Kind Gegenstände oder Sehzeichen auf einer Tafel gezeigt (z. B. LeaHyvärinen­Test). Dies ist ab dem 3. / 4. Lebensjahr möglich.

Voraussetzung für den Visustest ist aber, dass das Kind ein Alter erreicht hat, ab dem es Gegenstände schon erkennen und benennen kann. Dieses Alter ist allerdings meist zu spät, um die bestmögliche Behandlung oder sogar Vermeidung einer Amblyopie garantieren zu können. Darüber hinaus ist dieser Test nicht dazu geeignet Refraktionsfehler zuverlässig erkennen zu können.

In einem Großteil der Kinderarztpraxen wird noch mit dem Visustest zur Amblyopieerkennung gemessen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Eltern Ihr Kind zu einem Kinderarzt mit dem Visustest und nicht zu einem Kinderarzt mit der modernen Technik zur Amblyopievorsorge bringen. Doch was ist der Unterschied?

Modernes Amblyopiescreening mit Plusoptix dient der Amblyopievorsorge

Plusoptix Vision Screener verwenden beim durchgeführten Amblyopiescreening das Messprinzip des Durchleuchtungstests. Dieses findet auch in anderen Durchleuchtungstests (z. B. Brückner Test oder Rotreflex-Test) Anwendung.

Plusoptix Vision Screener verwenden das Prinzip des Durchleuchtungstest

Infrarotlicht vermeidet Blendung des Auges

Beim Amblyopiescreening wird die Pupille aber mit Infrarotlicht anstatt von sichtbarem Licht durchleuchtet. Das Infrarotlicht ist unsichtbar und verursacht keinerlei Blendung des Auges. Die Pupille bleibt also groß und der Untersuchungsbereich ist um ein Vielfaches größer.

Mithilfe eines Plusoptix Vision Screeners können Sehstörung somit schon bei Kindern ab dem 5. Lebensmonat erkannt werden (U5 beim Kinderarzt). Die Anwendung dauert weniger als eine Sekunde und kann aus einem Meter Entfernung durchgeführt werden.

Die Messung mit dem Vision Screener erfolgt berührungslos und von einem Meter Entfernung

Bei einem auffälligen Messergebnis erfolgt eine Überweisung zum Augenarzt

Die Plusoptix Geräte erfassen Sphäre, Zylinder und Achse (Vollrefraktion), die Symmetrie der Hornhautreflexe, Pupillendistanz  und den Pupillendurchmesser (Anisokorie). Bei einem auffälligen Screeningergebnis  muss das Kind zu einem Augenarzt überwiesen werden.

Die Messwerte des Amblyopiescreenings können als Eingangswerte für eine weitere augenärztliche Untersuchung verwendet werden.

Das Amblyopiescreening sollte so früh wie möglich stattfinden

Das Amblyopiescreening kann schon ab dem 5. Lebensmonat durchgeführt werden. Idealerweise solle ein Screening noch vor dem ersten Geburtstag stattfinden. Auch eine regelmäßige Wiederholung ist entscheidend, denn die Augen verändern sich mit der Zeit und Sehstörungen können sich auch erst im Laufe des Wachstums entwickeln.

Je früher eine Sehstörung entdeckt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Warum ist Augengesundheit so wichtig?

Gesundes Sehen ist für die geistige und soziale Entwicklung eines Kindes essenziell. Eine Schwachsichtigkeit beeinträchtigt die sozialen Kontakte und die Lust am Lernen. Eine Sehschwäche beeinflusst die schulischen Leistungen und schränkt die spätere Berufswahl ein. Auch die Unfallgefahr im Straßenverkehr erhöht sich durch eine Sehstörung.

Eine frühzeitige Augenvorsorge ist daher für jedes Kind unerlässlich. Denn Sehschwächen können oftmals nicht so einfach von den Eltern oder dem Kind erkannt werden. Mithilfe moderner Amblyopiescreening-Geräte von Plusoptix lassen sich Risikofaktoren für eine Amblyopie aber zuverlässig und vor allem frühzeitig erkennen.

Mehr Informationen zu dem Plusoptix Vision Screener findet Ihr unter: https://plusoptix.com/blog_eu

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